Von der Unsterblichkeit (Kurzfassung) Autor: Helmut W.Merten
Eines Menschen Leben gleicht dem Werden und Vergehen ... nicht sein ewiges Sein.
Jeder Mensch sucht nach einem Weg der Befreiung aus der Spirale des Leidens
von Ursache und Wirkung, um so das unbegrenzte Glück, die Freiheit seines
Geistes zu erfahren. Nur der Mensch hat die Möglichkeit das verborgene Wesen
seines Bewusstseins zu verstehen, dies gilt es zu nutzen.
Das Dasein eines Menschen ist geprägt durch die Erkenntnis der eigenen
Endlichkeit und dem Verlangen seines Bewusstseins nach Unsterblichkeit.
Zu allen Zeiten menschlichen Denkens war dieses Verlangen nach Unsterblichkeit
sowohl in den religiösen- als auch in den philosophischen Schriften das
Thema zur Sinngebung ihres Daseins.
Die religiösen und philosophischen Sinn-Angebote stellten sich ab
Erscheinen ihrer historischen Existenz der Realität. Die Menschen
erkannten an ihrer eigenen Geschichte des Leidens inwieweit diese
religiösen oder philosophischen Sinnangebote den Tatsachen entsprachen,
ihre Leiden im tagtäglichen Daseinskampf zu lindern oder ganz aufzuheben.
Im allgemeinen nannte man diese historische Epoche bis in die nähere
Gegenwart das Zeitalter des Idealismus dem die naturwissenschaftlichen
und materialistischen Grundlagen zur Überwindung des Leidens fehlten.
Mit der Entwicklung der modernen Industriegesellschaft schuf sich der
Mensch erstmals in seiner Geschichte die wissenschaftlichen Grundlagen
zur Überwindung von Leidensstrukturen die bisher als unüberwindbar galten.
In philosophischer Hinsicht betrachtet der Karma-Materialismus die
Möglichkeit der Existenz einer Ewigkeitsstruktur der menschlichen Psyche
über den körperlichen Tod eines Menschen hinaus als wahrscheinlich, hierzu ist
es wesentlich, einige physikalische Fakten/Tatsachen zu benennen
Um sich dieser Frage unter den Bedingungen des Karma-Materialismus
anzunähern, müssen wir vorab eine wesentliche Unklarheit der historischen Physik klären.
Der klassische Materialismus in der Zeitspanne von Isaac Newton (1643/1727),
der französischen Revolution bis zum ersten Weltkrieg 1914/1918 kannte nicht
die Einstein-Definition der Raumzeit (1905) sondern war geprägt von der
Trennung von Raum und Zeit. Die Physik der Gegenwart betrachtet die Zeit als
keine selbstständige physikalische Größe, sondern als die Bewegung der
uns bekannten Materie. Die spezielle Trennung von Raum und Zeit,
die auch ein Produkt der schon damals überholten und starren „Objekt
/ Subjekt-Trennung“ war, wird durch die heutige Physik im nachhinein
als idealistisch, beziehungsweise zum Teil als Metaphysik bezeichnet.
Materie in all ihren Geschwindigkeits-Formen ist messbare physikalische
Bewegung ( Zeit ). Raum definiert sich durch die Existenz der Materie,
demnach ist der unendliche Raum zugleich auch die Existenz der unendlichen,
unerschaffenen Materie. Der Raum selbst ist ebenfalls keine isoliert
physikalische Größe sondern untrennbar mit der dreidimensionalen
Gestalt der Materie identisch. Ohne Materie in ihren jeweiligen
Aggregatszuständen wäre die Vorstellung vom Raum eine „unendliche Leere“,
die dem menschlichen Bewusstsein nicht erkennbar wäre, seinem Bewusstsein
würden zur Orientierung die physikalischen Koordinaten der uns
bekannten Materie/Physik fehlen.
Aus der Forschung der Quantenphysik und den Ergebnissen des
elektromagnetischen Wellenspektrums der Teilchenphysik, bestätigt sich
mehr und mehr die unendliche Existenz von Parallel-Kosmen welche hier
als Parakosmen benannt werden. Das antropische Prinzip der Beobachtbarkeit
von Parallel-Kosmen, durch die Existenz eines bewussten Beobachters,
wird am Beispiel der Aufschäumung von Schaumblasen über dem Wasser
bei einem Vollbad deutlich. Wobei jede Schaumblase als Beispiel für
einen Kosmos steht, die unterschiedlichen Größen der Schaumblasen
zueinander sind zugleich auch der Entwicklungsstand eines jeweiligen
Kosmos, d.h. je kleiner die Schaumblase um so jünger der Kosmos,
je größer die Schaumblase um so älter der Kosmos. Dies entspricht
dem unterschiedlichen expansiven Entwicklungsstand eines jeweiligen
Kosmos in seiner eigenen Raumzeit.dem sogenannten Raum-Zeit-Pfeil.
Das Entstehen einer Schaumblase steht hierbei für den Urknall,
dass Vergehen einer Schaumblase für den defensiven Endknall eines Kosmos.
Beobachten wir das Platzen einer Schaumblase ( eines Kosmos)
so nehmen die anderen Schaumblasen (Parakosmen) ringsherum den
LEEREN Raum der ehemaligen Schaumblase ein.
Der Logik entsprechend ist die Schöpfungsgeschichte eines Kosmos jeweils
eine regionale Raumzeit-Schöpfung in einem unendlichen Meer von
Schaumblasen (Kosmen), wobei in diesem und jedem Augenblick
unendlich viele Kosmen entstehen und vergehen.
So ist unerschaffen die unendliche Schöpfungsgeschichte.
Das einzig Ewige ist demnach der ewige Wandel, seine empirische
Entsprechung findet sich im Energieerhaltungsgesetz, der Thermodynamik.
(1Hauptsatz: Energie kann weder erzeugt noch vernichtet,
sondern nur in andere Energiearten umgewandelt werden.)
Unser Bewusstsein ist eine ewige Fortsetzung.
Man sagt, Bewusstsein ist in seiner Existenz materiell
bedingt und zeitlich an die verdinglichte Materie unseres vergänglichen
Körpers gebunden. Wieso kann es aber in seiner materiell
bedingten Existenz als informelles Bewusstsein die kosmische
Raumzeit als übergeordnetes Bewusstsein erfassen und
scheinbar überwinden ?
Die Fähigkeit des Bewusstseins die hier dargestellten Beispiele
in Übereinstimmung mit der Realität, als Handlungsablauf real zu verarbeiten
oder durch reale Simulation zu ergänzen, ist im Zen-Buddhismus bei
den Bogenschützen eine gängige Meditationspraxis. Der meditierende
Bogenschütze hat keinen visuellen Kontakt zur Zielscheibe, er ersetzt
den visuellen Kontakt durch reale Simulation seines Bewusstseins
ins Ziel der Scheibe. Erfahrene Bogenschützen lösen bei gespannten
Bogen den Pfeil erst wenn sie meditativ die Einheit zwischen ihrem
Bewusstsein und dem Zielobjekt haben, wobei Zen-Meister ins Ziel
treffen. Der Mensch stellt hier die Einheit zwischen Ursache
(Bogenschütze) und Wirkung (Ziel) her, ohne Kontakt der
Sinnesorgane zum Ziel. Es ist so als ob jemand mit verbundenen
Augen sich in sein Auto setzt und sein Ziel sicher erreicht.
Beides ist nach unserem Verständnis nicht möglich da hier
die physikalischen Koordinaten fehlen.
Für den nicht meditierenden Menschen ist die Akzeptanz solcher
Ereignisse sehr ungewöhnlich ja schwierig, da die meditative Schulung
seines Geistes nicht gegeben ist. von daher besitzen die meisten von
uns gewöhnlich eine sehr ungenaue, spontane Meditationsfähigkeit d.h.
eine ungenaue Meditation bewirkt auch eine ungenaue Klarheit.
Je mehr der Mensch lernt seinen Geist durch Meditation zu Schulen
kann er den Zustand der Überwindung von Ursache und Wirkung
(Kausalitätsgesetz) erreichen. Diese Überwindung von Ursache und
Wirkung bedeutet nicht die Verneinung des Kausalitätsgesetzes,
Überwindung bedeutet den Geist von den inneren ablenkenden Anhaftungen
seines Bewusstseins zu befreien, um somit den Zustand der
meditativen Einheit zu erreichen.
Meditationsbewusstsein wird deutlich, wenn wir zum Beispiel gespeicherte
Informationen vom einem der Erde nahe stehenden Planeten,
zum Beispiel der Marsoberfläche oder den Kosmos besitzen. Das Bewusstsein
kann diese Information abrufen und bei entsprechender spontaner Konzentration
mit der Realität der Oberfläche des Planeten Mars in Übereistimmung bringen,
desweiteren kann unser informelles Bewusstsein auch die Expansionsgrenze,
die Größe unseres Kosmos von circa 14 – 17 Milliarden Lichtjahren und
Milliarden von Lichtjahren mühelos nachvollziehen, ebenso sich
Tausende und Abertausende von Parallel-Kosmen vorstellen. Wie ergänzt
unser Bewusstsein gespeicherte Bilder mit der visualisierten / vorstellbaren
Realität, was ist wenn diese zu 30 -70 Prozent real sind?
Bei dieser Inneren Visualisierung war unser Gehirn/Bewusstsein
soeben fähig, die Marsoberfläche (Mittlerer Erdabstand ca.12 Lichtminuten),
unseren Kosmos in seinem Expansionsalter (Ausdehnungsalter) von
14-17 Milliarden und andere Parallel-Kosmen mit identischen physikalischen
Gesetzen, mit Unendlichkeits-Charakter zu erfassen, ohne an die
Lichtgeschwindigkeits-Konstante (ca.300.000 km in der Sekunde) zur
Informationsübertragung gebunden zu sein. Eine reale Informationsübertragung
(hin und zurück) würde mit Lichtgeschwindigkeit für die Information
vor Ort, über die Existenz von Parallel-Kosmen mindestens
28 -34 Milliarden Lichtjahre brauchen.
Wurde von unserem Bewusstsein, Einsteins Lichtgeschwindigkeitskonstante
und die Raumzeit der Relativitätstheorie scheinbar überwunden ?
Bisher ist das Phänomen des menschlichen Bewusstseins, dass es
Information schneller als die Lichtgeschwindigkeit erfassen kann nicht erklärbar.
* * * *
Bewusstsein ist erkennen zum Leben
Für den Karma Materialismus ist das Bewusstsein die Einheit von
Intellekt/Ratio/Denken und Psyche/Seele, wobei der Begriff Seele identisch ist
mit dem Begriff Psyche. Der Begriff Seele wird als historische
Entwicklung betrachtet bis hin zur Ersetzung durch die Wissenschaft
der Kenntnis über die menschliche Psyche, deren Logik als Psychologie bezeichnet wird.
Für den Karma Materialismus ist das Bewusstsein die Einheit von
Intellekt/Ratio/Denken und Psyche/Seele, wobei der Begriff Seele identisch ist
mit dem Begriff Psyche. Der Begriff Seele wird als historische
Entwicklung betrachtet bis hin zur Ersetzung durch die Wissenschaft
der Kenntnis über die menschliche Psyche, deren Logik als Psychologie bezeichnet wird.
Viele Menschen glauben in spiritueller Hinsicht an das Nichts
und sind beeindruckt von der Vorstellung, dass ihr Leben nur die Zeitspanne
von Geburt bis zum Tod beinhaltet. Nach dem Tod, so ist ihre gängige
Meinung, ist ohnehin alles vorbei. Häufig sind diese Menschen in ihrem
Leben bitter enttäuscht und von dem an was sie glaubten, fühlen Sie sich
verraten und gedemütigt. Mit dieser Erfahrungen versuchen sie bestenfalls
möglichst viel Leid und Elend von sich und gegebenenfalls von ihrer Familie
abzuwenden, oft führen sie ein Dasein in spirituellen Fragmenten, sie
wünschen sich eine Klarheit für sich und die Menschen die sie lieben.
Dieser Zustand hat in der gegenwärtigen Gesellschaft den Massen-Charakter
einer Identitäts-Depression. Für das Bewusstsein einer Identitäts-Depression
ist es typisch dass viele Menschen ihre innere Leere, ihr menschliches
ausgebrannt sein, seltener nach Innen, in ihrer Mehrheit aber nach Außen
abreagieren. So suchen sie die Schuld für Leid anhaftendes Dasein gegenüber
anderen Menschen die ihnen persönlich völlig unbekannt sind oder anderen
gesellschaftlichen Gruppierungen. Wobei Frauen häufiger als Männer
diese Systemdepression als psychische Depressionen verinnerlichen.
Diese krankmachenden Faktoren sind Ausdruck einer Philosophie
der nihilistischen Leere.
Die gegenwärtige Gesellschaft ist geprägt von einem hedonistischen
- bis nihilistischen Lebensstil, den man als Hedo-Nihilismus bezeichnen kann.
Der hedonistische Lebensstil ist die typische Kultur der sogenannten
Spaßgesellschaft. Deren menschliche Wertelosigkeit gegenüber dem Leid
anderer Menschen,ist geprägt durch einen Nihilismus der historisch die
Verneinung aller moralischen Werte darstellt, wobei die hedonistische
Spaßgesellschaft um den Genuss zu erhöhen gerne negiert (verneint)
aber keine Sinnfragen stellt. Seine Ursache hat der
Hedonihilismus im kapitalistischen Waren System, wobei der Mensch
in seiner Karma Entfremdung selbst zur Ware wird, er konsumiert im Extemfall, sich
selbst ! Alle psychischen Eigenschaften eines Menschen werden als Ware
betrachtet, sind tauschbar oder käuflich und werden wie eine Ware konsumiert.
Die Ware wird solange konsumiert bis sie verbraucht ist und dann ausgetauscht.
So entfremdet, tauschen Menschen ihre Gefühle als Dienstleistung aus,
zum Beispiel Zuneigung gegen Zuneigung usw.
Der Buddhismus zeigt Mittel und Weg zur Überwindung
Nach der Philosophie des Karma-Materialismus ist jeder Mensch gemäß seines
historischen Karma die summierte Wiedergeburt aller bisheriger Leben,
somit besitzt er das intuitive Wissen ohne sich dessen bewusst zu sein,
seinen Zustand als leidendes Wesen zu erkennen. Die Erkenntnis seiner
eigenen Bewusstseins-Trübung und die Möglichkeit seine eigene Anhaftung
an Leid verursachenden Begierden zu verstehen ist die erste Etappe
auf der langen Wanderung im auf und ab des Gebirges seiner persönlichen-
und gesellschaftlichen Leiden, auf dem Pfad der Höhen des Geistes,
zur Reinigung seines Bewusstseins. Dort aber wo der Mensch sich als
leidendes Wesen in gleicher Augenhöhe mit anderen leidenden Wesen sieht
kann er die Mittel und die Möglichkeiten der Ethik des
Buddhismus erfahren. Egal welches Karma ein Mensch individuell besitzt
er hat immer die Möglichkeit zurückzukehren zum Wesen seines eigenen Selbst.
Da wir im buddhistischen Verständnis von einem Bewusstsein des Erkennens
ausgehen, haben wir die Möglichkeit das nachstehende Koordinatensystem zur
Ortung von individuellen-und gesellschaftlich bedingten Leidenszuständen
einzusetzen. Wir selbst bestimmen den Gebrauchswert für unser Karma.
"Jedwede Form der Hölle ist die Abwesenheit der Liebe"
Dieses Beispiel der Hölle/Liebe, der gegensätzlichen Zustände, ist ein
Koordinatensystem welches Menschen in allen Lebenslagen zur Orientierung
anwenden können. Es ist in seiner Aussage und Wirkung dualistisch radikal,
es schafft aber Klarheit in der Frage zum Gegenstand des Leidens, "ist es
Hölle oder Liebe" und soll zu klaren Entscheidungen führen.
Viele Leidenszustände existieren durch das falsche Anhaften
an nicht reale Vorstellungen und Illusionen. Es ist eine Aufforderung zum
Loslassen und einen dem menschlichen Bewusstsein wohltuenden Ersatz
zu schaffen. Wie ein Kapitän sein Schiff mit dem Kompass navigiert,
um auch bei widrigsten Sturmbedingungen sein Ziel zu erreichen, so können
Menschen welche sich in schwierigen Lebenslagen befinden, selbst eine
Entscheidung finden. Das Beispiel Hölle/Liebe soll unklare
Bewusstseinszustände erschüttern, nicht aber den Menschen.
Unsere Klarheit eines Gedankens im Sturm von Leidenszuständen ist
vergleichbar mit:
Ein Blitz über dem Meer er
„er leuchtet“ die tosende See
Der Blitz ist der intuitive Gedanke, das Meer unser Unterbewusstsein
auf dessen Oberfläche das Tosen der individuellen Leidenszustände stattfindet.
Wir haben sicher schon ähnliche Auswirkungen in unserer Seelenlandschaft
erlebt. Wie stürmisch eine seeliche Schlechtwetterfront sein mag
mit der Fähigkeit des Bewusstseins diese spontan und intuitiv zu erhellen
ist dies ein Hinweis auf unsere Fähigkeit andere und klarere Bewusstseins
Zustände zu erreichen die uns im Alltagsleben unbekannt sind. Somit ist
Leidens-Bewusstsein auch die Chance uns auf eine höhere Bewusstseins
Ebene hinzuweisen um diese zu erkennen.
Wieviele Zeit-Schalen, Lebenschiffe der Menschen treiben auf dem Meer
der Ewigkeit ohne Navigation, ohne Orientierung getreiben von der Strömung ihrer
eigenen Wünsche und Vorstellungen.?
Für Menschen ohne Glauben, Hoffnung, Atheisten, Nihilisten, Hedonihilisten usw.
wird von Interesse sein sich zu vergegenwärtigen welcher Art der inneren Logik
ihr Bewusstsein zur einmal Existenz wiederspiegelt.
Stellen wir uns den Kosmos als eine Zwiebel mit ihren
einzelnen Schalen vor, welche von innen nach außen geordnet sind.
Wobei jede Schale der Zwiebel für Geburt und Tod steht.
Diese kosmische Zwiebel wird nun zum Gleichnis für die
nachfolgende Darstellung.
Für einen Menschen der an die Einmal-Existenz seines Lebens glaubt,
von der Geburt bis zum Tod gilt:
"Eines Menschen Leben gleicht einer Zeit-Schale in der Ewigkeit".
Für einen Menschen der an die Viel-Maligkeit seiner Existenz durch
Wiedergeburt glaubt, von der Geburt zum Tod, aus dem Tod
zur Geburt, usw. gilt:
"Eines Menschen Leben wandelt sich von Zeitschale zu Zeitschale
in der Ewigkeit.
* * * *
Karma Materialismus / Kapitel 3 besteht in der Abhandlung
"Über den Nachfühlbarkeitsbeweis der ewigen Existenz" und über die Existenz
der Psyche durch einen Raumzeit / Raumzeitlosigkeits-Dualismus.
Karma Materialismus / Kapitel 4 besteht in der Empirie von 24 Karma-Thesen
>Karma Materialismus / Grundlagen (Kurzfassung)<
Im eigentlichen Sinne ist der Karma-Materialismus die Kongruenz (Übereinstimmung)
mit den Erkenntnissen der Philosophie des buddhistischen Karmas und den
Forschungsergebnissen der modernen Naturwissenschaften. Dieses philosophische
Gebilde ist die Grundlage zur Untersuchung der menschlichen
Psyche /Seele und ihrer grundlegenden Daseins-Frage nach dem Sinn allen Seins.
Im hinduistischen Sanskrit und dem Pali hat das Wort Karma die Bedeutung von:
Wirkung, Tat. Im Buddhismus versteht man Karma als Folge jeder Tat,
die Wirkung von Handlung und Gedanken in jeder erdenklichen Hinsicht.
Philosophisch versteht sich der Karma-Materialismus als der Weg über
die Brücke „Vom Wissen, zum Wahrscheinlichkeits-Wissen,
zum Glauben" oder in Umkehrung „Vom Glauben, zum Wahrscheinlichkeits-Wissen,
zum Wissen“. Hierbei wird der Begriff „Wahrscheinlichkeits-Wissen als
das Ergebniss der Wissenschaft gesehen. z.B. sind die Modelle,
Berechnungen der Wahrscheinlichkeits-Mathematik eine der Grundlagen
für das Wahrscheinlichkeits-Wissen.
Der Karma-Materialismus betrachtet das Bewusstsein eines jeden Menschen als
einen sich fortwährend entwickelnden, individuellen Bewusstseins-Kosmos.
Dieser individuelle Kosmos eines Menschen ist einmalig und unverwechselbar
und seinem Wesen nach unendlich. Die Existenz des menschlichen
Individual-Kosmos ist zugleich die Ablehnung aller religiösen und
totalitären Gleich-Schaltungs-Systeme egal unter welchem Vorwand
diese in Erscheinung treten.
Die klassische Lehre Buddhas findet im Dialog folgende Ergänzung:
Durch den Karma-Materialismus werden nach dem Gesetz von Ursache und
Wirkung (Karma), die Philosophie des Karma und die Lehre des klassischen
Buddhismus durch 8 (acht) neue Inhalte erweitert.
1. Die Lehre von der karmischen Unanhaftbarkeit der Liebe als Weg der Befreiung.
Das uns bekannte Kausalitätsgesetz von Ursache und Wirkung,
bildet hier die Ausnahme einer Nur-Wirkung bzw. einer Auswirkung.
2. Die Lehre vom Nicht-Selbst wird in der Philosophie von Leere und Form
im Karma-Materialismus erklärt durch,
die Bewusste und Unbewusste Leere,
die Bewusste und Unbewusste Form.
Die Materie existiert demnach als unbewusste und bewusste Leere und Form.
Leben ist die Einheit von bewusster und unbewusster Leere.
3. Die Lehre von der Nachfühlbarkeit der Psyche als Ewigkeitsexistenz.
4. Die Lehre von der Karma-Dreiheit des Menschen als Sub-Karma,
Ich-Karma, Über-Karma.
5. Die Lehre vom individuellen Karma und dem Gesellschaftskarma.
6. Die Lehre vom Unumkehrbarkeits-Weg des Karma eines Menschen.7. Historisches Gleichheits-Karma / Menschenrechte.
Das Menschenrecht steht in Abhängigkeit zum sozialen und
gesellschaftlichen Geichheitsrecht zwischen Mann und Frau.
8. Die Karma-Rente als globale Grundrente und neue buddhistische Soziallehre.
Die Karma-Rente ist die globale Grundsicherung für alle auf
diesem Planeten lebenden Menschen. Karma-Rente ist die
karmische Grundrente als Anerkennung der Leistung zum Wohlstand
der Gesellschaft aus seinen vorhergehenden Leben.
Nachstehend werden einige Karma-Thesen des Karma Materialismus
zur philosphischen Anregung dargestellt
1. Karma-These / Die Lehre vom historischen Karma des Menschen.
Das historische-Karma betrachtet die Evolutionstheorie als seine historische
biologische Grundlage, somit ist die Reinkarnation von menschlichen Lebewesen der
Empirie von niederen-zu höheren Lebensformen deterministisch (festgelegt).
Dem gemäß ist die Theorie des Karma von der Wiedergeburt mit der Evolutionstheorie von
der Entwicklung des Lebens und der Arten identisch. In Übereinstimmung mit der
Evolutionstheorie besitzt daher jedes menschliche Lebewesen entsprechend seiner
vorhergehenden Reinkarnationen/Wiedergeburten (von der Ursuppe bis zum Homo-Sapiens)
ein viele Jahr Millionen altes historisches Evolutions-Karma.
2. Karma-These / Die Lehre vom Un-Umkehrbarkeits-Weg des Karma.
Der Un-Umkehrbarkeits-Weg des Karma besagt:
Das der Mensch, wenn sie einmal die Evolutionsstufe als Mensch erreicht hat,
gemäß seines menschlichen Bewusstseins immer als Mensch wiedergeboren wird, da die
tierische Daseinsform niemals menschliches Bewusstein als Schuldkarma oder Sühne-Karma
abtragen kann. Handlungen des Leidens von Menschen gegen Menschen, da diese Bewusstsein
voraussetzen, welches den Tieren gänzlich fehlt werden immer durch eine Wiedergeburt
als Mensch abgetragen. Daher existiert generell keine willkürliche Rückentwicklung
durch eine Wiedergeburt, vom Mensch zum Tier.
Beispiel: Das menschliche Hirn besitzt circa 100 Milliarden Nervenzellen diese
sind mit etwa 100 Billionen Synapsen verbunden, dass Hirn einer Maus
besitzt circa 8 bis 10 Millionen Nervenzellen. Vereinfacht dargestellt
sind das Hirn, seine Nervenzellen, zugleich auch die Träger-Matrix des
menschlichen Bewusstseins. Bei einer angeblichen Wiedergeburt menschlichen
Bewusstseins auf einer niedrigeren Tierebene besteht die Frage, wie soll
das komplexe Bewusstsein eines Menschen mit der Fähigkeit zur Erkenntnis
in der Hirn-Matrix einer Maus existieren können. Übersetzt man dies in die
Begrifflichkeit der modernen Technik wäre es so, als ob man die gespeicherte
Information eines Supercomputers auf einen Computerrechner Anfangs der
Achtzigerjahre transportieren würde. Verständlicherweise würde heute jeder
Computerlaie in mitleidigem Lächeln verharren.
3.Karma-These / Die Lehre vom System-Karma.
Das Karma wird nicht mehr nur individuell sondern auch als gesellschaftliches Karma
(System-Karma) verstanden. Je nach Gesellschaftssystem unterscheiden wir hier zwischen
verschiedenen System-Karma-Arten. Das System-Karma kann ein, Regime-Karma, Diktatur-Karma
oder in den milderen Abstufungen ein bürgerliches Demokratie-Karma sein. Nur ein
Gesellschaftssystem mit einem Demokratie-Karma kann die lebenswerteste Weiterentwicklung
der Menschenrechte gewährleisten.
4 a. Karma-These / Die Lehre vom Fremd-Karma
Fremdkarma definiert sich durch:
1. Nicht menschliche Produktionsweise.
2. Nicht menschliche Intelligenz.
3. Herrschaft eines nicht lebendigen Karma über lebendiges Karma.
4. Humanoide /Maschinen-Lebensform in der Synthese aus
nicht lebendigem Karma und lebendigem Karma.
4 b.Karma-These / Die Lehre von der Wirkung des Fremdkarma gegenüber
dem Menschen als Entfremdungs-Karma
Fremdkarma ist die häufigste Ursache des Leidens in der Gegenwart
und produziert in seiner Auswirkung das Entfremdungskarma gegenüber dem Menschen..
Das Haupthindernis der Menschen zur Erreichung einer höheren Ebene der Befreiung vom
Leiden besteht in der Existenz des Fremd-Karma (Kapital). Das Fremd-Karma ist in seiner
eigentlichen Natur der Antagonist allen Lebens.
4 c. Karma-These / Die Lehre vom Fremd Karma als Leidenslosigkeit.
Das Fremd Karma ist nicht dem Kausalitätsgesetz des Leidens von Ursache und Wirkung
unterworfen, da es die Existenz des Toten (Kapital) selbst ist. Eigentlich ist
Fremd-Karma das sächliche Karma oder das Objekt-Karma zum Beispiel als Kapital oder
anderen Vermögenswerten.
Das nichtlebendige Fremd-Karma besitzt kein individuelles Karma, daher ist es auch
nicht leidensfähig es hat die Eigenschaft des ewig Toten. In seiner Wirkung auf lebendes
Karma, ist es die Haupt-Ursache des Leidens und die Haupt-Wirkung des
Leidens für alle unterdrückten- und ausgebeuteten Menschen. In
seiner Aus-Wirkung auf das lebende Karma, ist Fremd-Karma die Herrschaft und Anwesenheit
des Nicht-Mitgefühls, der Nicht-Güte, der Nicht-Liebe gegenüber der Existenz der Menschen.
Das Fremd Karma ist generell die Herrschaft des nicht Lebendigen, des Toten
über das Lebendige, das Karma von Menschen.
4 d. Karma-These. Die Lehre vom Entfremduns-Karma als die Wirkung des Fremdkarma.
Als Wirkung des Fremdkarma ist Entfremdungskarma die negative
Karma-Auswirkung auf den Menschen, welche ihn an seiner spirituellen
Erkenntnis behindert, dass eigene Bewusstseins des Mitgefühls, der Güte und
Liebe zum Wohle anderer Menschen und Lebewesen zu entwickeln.
Das Entfremdungs-Karma ist die klassische Wirkung von Unwissenheit über die wahre
Natur des menschlichen Geistes. Erst im Verlauf seiner eigenen Karma-Geschichte
erkennt der Mensch durch sein Leidens-Karmadie wahre Natur von Entfremdungs-Karma.
Konnte man historisch betrachtet Entfremdungskarma noch mit Unwissenheit gleichsetzen,
so ist das Entfremdungs-Karma in der Gegenwart einer globalisierten Welt nicht mehr von
Unwissenheit geprägt. Dienendes Entfremdungs-Karma steht in Abhängigkeit vom
Fremdkarma (Kapital) und besitzt heute das Herrschaftswissen, welches die klassische
Unwissenheit ersetzt hat. Die Herrschaft des globalisierten Kapitals (Fremdkarma)
verhindert bewusst die Überwindung von Armut und Unwissenheit in der Ersten-,
Zweiten- und Dritten Welt.Entfremdungs-Karma ist die Ursache aller bekannten psychischen
Krankheiten des Menschen und der Gesellschaft welche in einer Karma-Kommunikation
(Mensch/ Gesellschaft) zueinander wirken.
5. Karma-These / Die Lehre vom Entfremdungskarma als Wirkung des karmisch Toten.
Das Entfremdungskarma ist die Wirkung des Fremd-Karma des karmisch Toten.
Allgemein ist es die Auswirkung von nicht lebendigem Karma über lebendiges Karma.
Das Entfremdungskarma ist die Unterwerfung des Menschen (lebendes Karma)
unter die Herrschaft des Kapitals (nicht lebendes Karma), dem Streben nach
Profitgier und den hieraus entstehenden inhumanen Verhältnissen für den
Menschen und die Natur.
Das Entfremdungskarma produziert so karmisch entfremdete Menschen welche
der Hauptursache des Leidens, dem Kapital, dem nicht lebendigen Karma dienen.
Die Einheit von Fremdkarma (Kapital) und Entfremdungskarma (Mensch) bildet
die Voraussetzung für die Herrschaft des Kapitals.
6. Karma-These / Die Lehre von den eigenkarmischen Produktivkräften.
Eigenkarmische Produktivkräfte sind Menschen (lebendes Karma),
allgemein der Mensch der von seiner Arbeit durch Lohnarbeit lebt und
dadurch seine Existenz realisiert. Es ist die menschliche Arbeitskraft
mit ihrem Karma bedingten Leidens-Bewusstsein.
7. Karma-These / Die Lehre von den nichteigenkarmischen Produktivkräften
Nichteigenkarmische Produktivkräfte sind intelligente Maschinen
oder humanoide Roboter, die kein eigenes Karma besitzen, aber durch ihre
Tätigkeit lebendes Karma (Menschen) Positiv oder Negativ beeinflussen
oder beherrschen können. Eine Ausnahme bilden je nach Entwicklungstand
humanoide Roboter oder eine humanoide Maschinen-Lebensform bestehend aus
biologischer Und/oder nichtbiologischer Materie, diese sind eine Synthese aus
nichtlebendigem Karma und lebendigem Karma und somit ein Leidenskarma.
8. Karma-These. Karma der Befreiung
Das Karma der Befreiung bezeichnet den Zustand der Aufhebung des individuellen
und gesellschaftlichen Karma aus der Leidens-Kausalität von
Ursache und Wirkung. Das Ziel der Karmabefreiung ist in der Gegenwart
demnach die Überwindung der Leid verursachenden Strukturen von Fremd-Karma
und Entfremdungskarma. Die Überwindung von Fremd-Karma und Entfremdungskarma
ist die wesentliche Voraussetzung zur Weiterentwicklung einer humanistisch
höheren Bewusstseinsebene der menschlichen Gesellschaft.
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